New On The Corner
LEFT HANDED


Bernhard Pichl (p), Rudi Engel (b), Bill Elgart (dr)

Recorded at Klangstudio Leyh, Sandhausen,
direct on 2 track digital tape, 18.09.2001
by Winfried Leyh and mastered at Tonstudio Harald Braun, Lauf/Peg.


Die Jazzfreunde konnten Bernhard Pichl in den vergangenen Jahren als Sideman vieler namhafter US-Musiker kennen lernen und darüber hinaus als Pianist des in Nürnberg ansässigen "Sunday Night Orchestra" von Dejan Terzic. Zwei dieser Kooperationen mit prominenten US-Musikern wurden auf JAZZ4EVER-Records dokumentiert: 1994 Pete Yellin`s European Connection, live eingespielt in der Kulturfabrik Roth (J4E 4722) und 1995 "On The Corner Meets Benny Bailey" (J4E 4726). Danach begleitete Bernhard Pichl immer wieder US-Amerikaner auf ihren Europa-Tourneen: Zum Beispiel Jazz-Legende und Tenorsaxofonist James Moody, Sängerin Deborah Brown, Schlagzeuger Jimmy Cobb, Trompeter Bobby Shew, Tenorsaxofo-nist und Bandleader Bob Mintzer, die kürzlich verstorbene Westcoast-Legende und Trompeter Conte Candoli und zuletzt den Ex-Blakey-Trompeter Valery Ponomarev.

Aktuell ist Bernhard Pichl auch Mitglied des Dusko Goykovich Quintett, mit dem es nächstes Jahr auf große Japantour gehen darf und der Gruppe UGETSU.

Seine besondere Vorliebe gehört jedoch dem Trio ON THE CORNER mit Rudi Engel am Bass und Bill Elgart am Schlagzeug. 1991 wurde das Trio gegründet, Rudi Engel spielt immer noch den Bass, der Schlagzeugstuhl erlebte mehrere Akteure, auch Dejan Terzic war darunter. Das Trio war (und soll auch weiterhin sein) die Basis zur Begleitung von Gastsolisten, für Einige der oben Genannten aber auch für Ack van Rooyen, Judy Niemack, Leszek Zadlo und Tony Lakatos. Des weiteren arbeitete OTC 1994 und 1996 mit dem Symphonieorchester der Stadt Würzburg unter der Leitung von Jonathan Seers im Rahmen von Crossover-Projekten Klassik/ Jazz zusammen.

"Einen eigenen Sound zu finden, hält Bernhard Pichl für das Wichtigste im Jazz: "no sound, no message". Obwohl die Liste der Vorbilder hauptsächlich mit Amerikanern bestückt ist - Bill Evans, Kenny Barron, Herbie Hancock, Ahmad Jamal, Mc CoyTyner (.....), fühlt sich Pichl dem europäischen Kulturerbe ebenso verbunden. Er verehrt Bach, Messiaen und Debussy. Dass er trotzdem auf die blue notes gekommen ist, erklärt er ganz einfach so: "Jazz swingt eben" (Roland Spiegel in "Jazz in Bayern 2"). Als größte Herausforderung für ein Trio sieht er somit das Erreichen eines typischen Sounds unter Anerkennung und Beachtung der individuellen Gruppenstimmen mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten und musikalischen Erfahrungen.

Und es geht Pichl weniger um solistische Eskapaden als vielmehr um die Verschmelzung zu einem homogenen Klangkörper.

 

Bernhard Pichl (1966) studierte Piano am Konservatorium in Würzburg bei Chris Beier und avancierte zu einem gefragten Pianisten in Deutschland. Er tourte und machte Aufnahmen mit vielen Jazzgrößen (siehe oben). Daneben spielte er bei großen Festivals in ganz Europa, China, Südafrika und Israel.

Rudi Engel (1957) studierte Kontrabass bei Günter Klaus in Würzburg und Frankfurt, gastierte mit dem Vibrafonisten Bill Molenhof in den USA und unterrichtete an den Konservatorien in Würzburg und Nürnberg.

Bill Elgart (1942) machte sein Palttendebut mit Paul Bley und Gary Peacock. Außerdem kann er gehört werden auf Alben mit Dave Holland, Kenny Wheeler, Lee Konitz unter vielen anderen.