Frank Speer acoustic quartet

DREAD NAY

Cover: Dread Nay

Soundclip: Attempt to raise Hell Part III (Real-Audio, Stereo 28.800)

Frank Speer (as)
Nils Wogram (tb)
Sebastian Räther (b)
Christoph Hillmann (dr)


JAZZ4EVER-Records J4E 4734

Recorded and mixed by Max Bollemann
on 8., 9. and 10. August 1997 at Studio 44, Monster
Mastered by Oliver Bergner on 22. August 1997
at Cornet Studio, Cologne

Das "frank speer acoustic quartet" ist eine Formation, die Ende des Jahres 1996 ins Leben gerufen wurde. Der Besetzung Altsaxophon, Posaune, Kontrabaß und Schlagzeug bzw. Percussion liegt ein Konzept zugrunde, das in die Kategorie des zeitgenössischen Jazz einzuordnen ist, wobei Abwechslungsreichtum und Verschmelzung unterschiedlicher Stilistiken zur Eigenart dieser Band gehören. Das Repertoire besteht ausschließlich aus Eigenkompositionen.

In den Kompositionen mischen sich folkloristische Elemente mit modernen Grooves, streng durchorganisierte Soloteile wechseln mit freien Klangcollagen. Formale Asymmetrie und unerwartete melodische Wendungen bestimmen das komplexe, lebendige Klangbild. Durch den Verzicht auf ein Harmonieinstrument entsteht ein sehr transparenter Sound, der jeden Musiker besonders viel Raum für musikalische Entfaltung bietet. Zudem löst sich hierdurch die klassische Funktionalität der einzelnen Instrumente auf und fordert rollenübergreifende Spielweisen.

So unterstreicht Christoph Hillmann am Schlagzeug zum einen melodische Linien durch Akzentuierungen, zum anderen harmonische Wendungen durch soundbewußte Klangflächen. Der Posaunist Nils Wogram unterstützt neben seinen virtuosen und zugleich homogenen Improvi- sationen je nach Stimmungsbild die Harmonik oder spontane rhythmische Überlagerungen. Der Kontrabaß ist hingegen neben seiner eigentlichen Funktion als rhythmusgebende, harmonische Grundlage mal der Festlegung einer Tonalität, mal dem Bläsersatz oder mal der Klanggebung einer Komposition zugeordnet.

Die Kontraste zwischen festgelegten, durchkomponierten Themenköpfen und freien Improvisa- tionsteilen, modernen Odd-Meter-Grooves und Up-Tempo-Swingrhythmen, modalen, offenen Solopassagen und zum Teil folkloristischen Melodie- und Harmoniewendungen geben dem "frank speer acoustic quartet" ein besonderes Klangkolorit und zudem ein hohes Maß an Abwechslungsreichtum. Durch die lebendige Interpretation der komplexen Kompositionen und die starken musikalischen Charaktere der Bandmitglieder entsteht ein natürlicher, eher verspielter Höreindruck.