Florian Trübsbach
Mason & Dixon


J4E 4759

Florian Trübsbach (as, ss), Ralf Hesse (tp, fl-h),
Jan Eschke (p), Henning
Sieverts (b), Falk Willis (dr)

Rec. July 10, 2001 at Organic Music Studio, Obing by Thorsten Scheffner

Die Verleihung des "Staatlichen Kulturförderpreises Bayern" ermöglichte es Florian Trübsbach 2001, mit einigen seiner Lieblingsmusiker ins Studio zu gehen und die erste Aufnahme unter eigener Regie zu machen. Zu hören sind nun davon 8 Stücke, die er im Lauf des Jahres 2000 geschrieben hat, sowie eine Komposition des in Japan lebenden Gitarristen Gregor Muhr. Die Musik ist moderner Jazz, der in vielen Stücken Bezug auf die Tanzmusik der 20er und 30er Jahre nimmt, indem kollagenartig Stile miteinander verknüpft (Epoque, Buffalo Rhythm) oder traditionelle Rhythmen verzerrt werden (Non Stop City). Damit der Zuhörer nicht in einem Überfluß an Informationen abschaltet, sind immer wieder ruhige Stimmungsbilder dazwischengestellt (z. B. 200 Horses und Interlude).


Florian Trübsbach

wurde 1976 als Sohn eines Musikers geboren und begann mit 3 Jahren Geige zu spielen. Später trat er in den Tölzer Knabenchor ein, mit dem er als Solist unter Dirigenten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Lorin Maazel in Israel, Italien und in Japan auftrat. Nach dem Stimmbruch begann er mit dem Saxofonspiel, trat in das Landesjugend- und in das Bundesjugendjazzorchester ein. Kompositionsunterricht nahm er u. a. bei Hans Werner Henze. Nach dem Abitur vollendete er sein während der Schulzeit begonnenes Jazz-Studium und studierte weitere 5 Semester klassische Komposition in Hamburg. Seit März 2001 lebt er als freischaffender Musiker in Berlin. Mit verschiedenen Projekten unternahm er Reisen nach Syrien, Jordanien, Südafrika und Japan. Konzerte und Aufnahmen u. a. mit der Munich Saxophone Family, Peter O´Mara, Bill Holman und Joe Lovano. 2000 wurde er mit dem "Bayrischen Staatsförderrpreis für junge Künstler" ausgezeichnet.



Ralf Hesse

zur Zeit in Köln beheimatet, bereichert mit seinem eleganten Ton nicht nur Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, die Rundfunkbands des HR, WDR und des früheren RIAS, sowie Bob Brookmeyers New Art Ensemble, sondern ganz besonders die Aufnahmen von Mason & Dixon. Mit Florian Trübsbach verbindet ihn nicht nur seine Leidenschaft für das Karwendelgebirge, sondern auch auch die regelmäßigen Auftritte mit dem Sunday Night Orchestra in Nürnberg.



Jan Eschke

kennt die meisten der 9 Stücke seit ihrer Geburtstunde. Gemeinsam mit Florian Trübsbach spielte er zahlreiche Konzerte, Rundfunkaufnahmen und Tourneen. Er ist ein Musiker, der durch seine Vielseitigkeit besticht. Neben seiner Tätigkeit als Jazzmusiker fühlt er sich auch in klassischer Musik, in Musicals und Volksmusik zuhause.

Für letztere erhielt er den Preis des Landes Baden-Württemberg.

 

Henning Sieverts

gilt als einer der gefragtesten Bassisten Europas. So wurde er mit Preis der "International Society Of Bassists" und dem "Bayerischen Staatsförderpreis" ausgezeichnet. Er spielte in den USA, in Australien, Portugal und Finnland mit herausragenden Musikern wie Benny Bailey, Nils Wogram, Jim Black, Robin Eubanks und Frank Foster.



Falk Willis

lebt nach längerem Barcelona-Aufenthalt wieder in New York. Er hatte in seiner Laufbahn gemeinsame Konzerte und Aufnahmen mit Dewey Redman, Bob Mintzer, Kenny Garrett, Seamus Blake, Uri Caine und Klaus Doldinger . Er tourte u. a. in Russland, Argentinien und Kamerun. Falk Willis ist Preisträger des "European Jazz Competition". Seine spezielle Art Schlagzeug zu spielen, erinnert stark an afrikanische Straßenmusik und war Anregung für Florian Trübsbach, die Stücke Buffalo Rhythm, Epoque und Quixotic zu schreiben.